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Alles nur Medienhype? Ich hab’s trotzdem getan!

Alles nur Medienhype? Ich hab’s trotzdem getan!

Autor: Edgar Wilkening | Grafik: Edgar Wilkening
Jawohl, ich hab’s getan! Heute morgen um acht Uhr achtzehn ist es passiert. Warum ausgerechnet heute?, fragt sich jetzt der ein oder andere. Ganz einfach: weil heute der 10. Mai 2010 ist. Der erste Tag, an dem man das iPad von Apple in Deutschland vorbestellen kann.

Jetzt winken die Ersten ab: Ah, iPad … Und fügen dann abgeklärt hinzu: Alles nur Medienmache! Müssen wir in unserem Alter wirklich noch jeden Hype mitmachen?

Wenn die Herrschaften sich nur nicht täuschen! Denn natürlich weiß ich um die Unzulänglichkeiten der Hightech-Flunder: dass sie nicht multitasking-fähig ist. Dass Flash ausgesperrt wurde und viele Websites damit nicht vollständig angezeigt werden. Dass die Schnittstellen für externe Komponenten extrem reduziert sind …

Dennoch: Die Vorberichte lassen erahnen, dass das iPad eine vollkommen neue Geräteklasse etabliert. Eine, die unser Leben und unsere Art, mit Medien umzugehen, nachhaltig verändern wird. Nur mal als Beispiel: Flippern mit ganz neuen Perspektiven für Spieler. Geben Sie doch einfach mal iPad als Suchbegriff bei YouTube ein und lassen Sie sich überraschen, was uns erwartet.

Nicht umsonst sagen alle in meinem Umfeld, die schon jetzt ein Import-Exemplar aus den Staaten ihr eigen nennen: iPad rocks the house – wenn du es ein Mal in der Hand hast, willst du es nicht wieder hergeben, und fragst dich, wie du so lange darauf verzichten konntest.

Alles nur Medienhype …?

Die Münder, aus denen dieses Wort kommt, gehören leider viel zu oft Leuten, denen jedes Argument recht ist, um sich in ihrem Leben bloß nicht mehr bewegen zu müssen. Ja keine Neuerungen, keine Veränderungen. Schlimm genug, dass das Telefon heute keine Wählscheibe mehr hat! Jetzt bloß nicht noch mehr Unordnung stiften.

Es sind diese erzreaktionären Auf-der-Stelle-Treter, denen das chice Argument des Medienhype jedes Mal recht kommt, weil es so intelligent, so abgeklärt und so besser informiert klingt. Und doch nur verlogenes Deckmäntelchen ist, damit alles bitte, bitte bleiben kann wie’s ist. Mentaler Stillstand, hochgehalten als Fahne der Tugend.

Nein, wir müssen nicht jeden Hype mitmachen. Erst recht nicht in unserem Alter. Im Gegenteil. Unsere Erfahrung sollte uns aber in die Lage versetzen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können. Bedeutsames von Bedeutungslosem. Echte Innovationen von echtem Schund.

Ich jedenfalls möchte es nicht verpassen, wenn sich die Welt verändert. Und werde mir von den Deckmäntelchenträgern nicht sagen lassen, was ich vom iPad zu halten habe.

Am 28. Mai ist es soweit. Dann ist offizieller Erstverkaufstag für das iPad in Deutschland. An diesem Tag kann ich mit dem Eintreffen meines Exemplars rechnen. Und mir mein eigenes Bild machen, ob Hype oder Innovation. Und dann wird geflippert, was die Flunder hergibt! Ich freue mich jedenfalls schon darauf.

Feeling fifty-fine –
Edgar Wilkening

Mai 10, 2010 Posted Under: Alle, Digi   Jetzt Kommentar dazu schreiben

Nein, auf keinen Fall: Hier wird kein Silber geschürft!

Nein, auf keinen Fall: Hier wird kein Silber geschürft!

Autor: Edgar Wilkening | Foto: iStockphoto.com/René Mansi
Da wurde ich heute doch ernsthaft gefragt, ob fifty-fine so eine Art Blog sei “für Best Ager und Silver Surfer”. Zwei Begriffe, die bei mir schlagartig allergische Reaktionen auslösen: Nein, das hier ist kein Blog für Best Ager! Auch nicht für Silver Surfer!

Und bevor die Frage jetzt kommt: Nein, genauso wenig für Third Ager. Nicht für die Generation Gold. Nicht für 50plus. Und auch nicht für all die anderen chicen Altersklassements, die man immer wieder mal hören kann oder lesen muss. Mit alldem hat fifty-fine gerade nix zu tun.

Warum eigentlich nicht?

Die Antwort gibt’s, wenn man sich die Frage stellt: Wie sieht er eigentlich aus, so ein Silver Surfer? Mal ehrlich: Haben Sie nicht auch automatisch das Bild eines gutmütig wirkenden, älteren Herrn vor Augen? Er schaut staunend auf ein Notebook oder Mobiltelefon, zusammen mit seinem vierzehnjährigen Enkel, der ihm die Tasten erklärt und aufmunternd meint: “Ach Opi, so schwer ist das gar nicht, das kannst du auch.”

Genau für diese Sorte Abziehfiguren-Opis ist fifty-fine eben nicht. Denn hier wird kein Silber geschürft. Und auch nicht bestens gealtert.

Das Layout hier ist eben nicht extra simpel gehalten, damit ja nicht die Fülle von Optionen womöglich irritieren könnte. Die Fotos zeigen keine Großmütterchen-Idyllen, die fröhlich auf heile Welt machen. Und auch die Typo der Fließtexte ist nicht in 48 Punkt angelegt, nur damit sie ja für Leute diesseits der Fünfzig problemlos lesbar ist.

Denn wer fifty-fine ist, weiß, dass er die Darstellung der Typo im Browser jederzeit vergrößern kann. Oder auch verkleinern, wenn man denn will. Und genau darum geht’s: die Fülle der Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts zu nutzen. Die großen wie die kleinen. Und zwar ganz selbstverständlich und mit dem größten Vergnügen.

Kleiner Test zum Schluss: Wissen Sie auf Anhieb, wie Sie die Schriftgröße dieses Artikels in Ihrem Browser vergrößern können?

Ich verspreche Ihnen: So schwer ist das gar nicht, das können Sie auch …

Feeling fifty-fine –
Edgar Wilkening

Februar 16, 2010 Posted Under: Leben   Jetzt Kommentar dazu schreiben