Im Showdown wurde scharf geschossen: Fotos vom Finale zum Whisky & Food Koch 2010
Autor: Edgar Wilkening | Fotos: Martin Luther / Classic Malts Selection
Ich bin so oft gefragt worden, wie es eigentlich zuging, damals im Finale zum Whisky & Food Koch 2010. Da kommen die Fotos gerade recht, die während des Showdowns geschossen wurden und mir neulich von der betreuenden Agentur zugingen.
Besser als viele Worte vermitteln die Bilder, wo alles stattfand, wie es dort zuging und vor allem: welche Gerichte die drei Finalisten aufgetischt haben. Et voilà!
Von jedem Gang mussten sieben Teller angerichtet werden: drei davon gingen an die Jury zum Bewerten, drei ans Publikum zum Kosten und einen bekam das Fototeam zum Shooting in der Hohlkehle.
Die Starküche Hamburg: eine toll ausgestattete Profiküche in U-Form, die jedem Finalisten eine ganz persönliche Seite bot.
Die Jury begutachtete jeden Gang und bewertete ihn in insgesamt acht verschiedenen Kategorien. Die Juroren: Whisky-Experte Clemens Dillmann, Sterne-Koch Jochen Kempf und GourmetReise-Chefredakteur Michael Pech.
Die Vorspeise von Philippe aus Bern, der am Ende den Titel gewann: Komposition aus orientalischem Salat, Lachsteriyaki und Jakobsmuschel in Bauchspeckstreifen.
Ricotta-Hagebutten-Ravioli an Ragout vom Ochsenschwanz: die Vorspeise von Oliver aus München.
Geflügelleber-Paté mit Wiesensalaten, kandierten Walnüssen und Malz-Vinaigrette: mein persönlicher Finalbeitrag für die Vorspeise zum Single Malt Whisky “Cardhu”.
Der Hauptgang des Siegers: asiatisches Pfeffersteak auf knackigem Gemüse mit Rosmarinkartoffeln.
Die Hauptspeise des Silber-Gewinners: geräuchertes Rote-Bete-Risotto mit Stilton und Kalbsleber.
Streifen vom Roastbeef mit gerösteten Gemüsen an Wasabi-Püree und dazu eine kräftig aromatische Jus: mein ganz persönlicher Hauptgang zum Single Malt Whisky “Talisker”.
Als süßer Abschluss das Dessert des Siegers: Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern auf Himbeercoulis, serviert mit Haselnusseis und Shortbread. Man sieht: das Eis zerläuft schon. Beweis dafür, dass die Fotos nicht von Food-Stylisten gepimpt wurden – alles, was man sieht, ist echt und kam genau so auf die Teller.
Das Dessert von Platz Zwo: Scholokladentörtchen mit halbflüssigem Kern und Pfefferminz-Parfait auf Feigen-Carpaccio. Auch in diesem Fall mag das Eis die Wärme der Fotoleuchten leider nicht …
Und mein Menüabschluss: Steirischer Mohnkuchen mit karamellisierter Feige und Waldfrüchten an Limetten-Sabayon zum Single Malt Whisky “Singleton of Dufftown”.
Es kann nur Einen geben. Klares Votum der Jury nach dem Zusammenzählen aller Punkte: Das Rennen machte Philippe aus Bern: der sympathische Herr in der Mitte. Chapeau und Gratulation: Da ziehen wir anderen die Kochmütze. Aber ganz gleich, ob Bronze, Silber oder Gold: Es war für alle drei ein großartiger und spannender Tag.
Feeling fifty-fine –
Edgar Wilkening












